Die Frauen WM steht vor der Tür

Ab dem 26. Juni wird in Deutschland die Frauen Weltmeisterschaft im Fußball ausgespielt. Das Eröffnungsspiel tragen am 26. Juni ab 18 Uhr die Teams aus Deutschland und Kanada im Olympiastadion in Berlin aus. Am 9. Juni beginnt die K.O.-Runde, bevor am 17. Juni das Finale in Frankfurt am Main stattfindet. Insgesamt werden bei der Frauen WM 32 Spiele gespielt.
Der Frauenfußball gewinnt immer mehr an Popularität. Bis Mitte Juni wurden bereits 670.000 Tickets verkauft.

Deutschland unter den Favoriten

Die großen Favoriten für den Titel sind die Teams aus Brasilien, den USA und Schweden. Ebenfalls zu den großen Favoriten gehört die deutsche Mannschaft. Das deutsche Team kann neben Torhüterin Nadine Angerer (33) vor allem auf ein starkes Sturmduo bauen. Das Sturmduo Inka Grings (32) und Birgit Prinz (33) sucht weltweit seinesgleichen. Vor allem Prinz kann eine beachtliche Karriere aufweisen. 2003, 2004 und 2005 wurde sie Weltfußballerin, 2007, 2008, 2009, sowie 2010 wurde sie Zweite bei der Wahl zur besten Fußballerin der Welt. Die derzeit beste Fußballerin der Welt dürfte die Brasilianerin Marta (25) sein. Sie wurde von 2006 bis 2010 fünf mal in Folge zur Weltfußballerin gewählt und wurde zudem bei der letzten WM, die 2007 in China stattfand, zur besten Spielerin des Turniers gewählt. Weitere große Stars der Frauen WM 2011 sind die amerikanische Torhüterin Hope Solo, die Schwedin Lotta Schelin und die Engländerin Kelly Smith.
Die Spiele der Frauen WM werden in neun verschiedenen Stadien ausgetragen. Dies sind die Stadien in Augsburg, Wolfsburg, Bochum, Berlin, Mönchengladbach, Frankfurt am Main, Sinsheim, Leverkusen und Dresden.

Super Mario

Der momentan beste deutsche Nationalstürmer Mario Gomez baut seine unglaubliche, fast außerirdische Torquote weiter aus und lässt seine Kritiker verstummen.

Auch im Champions League Achtelfinale gegen Inter Mailand traf der aus Riedlingen stammende Bayernstürmer zum 0:1 Endstand und bescherte so dem deutschen Rekordmeister eine vielversprechende Ausgangsposition für das am 15.März 2011 in der Allianz-Arena stattfindende Rückspiel. Der Mittelfeldstratege Wesley Sneijder wirkte nach ,,Inters Euroflop“ (Corriere dello Sport) etwas konsterniert, da er trotz des schlechten medialen Echos eine sehr ansprechende Leistung seiner Mannschaft sah:,,Wir hätten den Sieg verdient gehabt, stattdessen haben wir verloren“. Nach dem Spiel versuchte auch Kapitän Javier Zanetti seine Enttäuschung und Zerknirschtheit in Worte zu fassen:,, Wir haben uns so viele Chancen herausgespielt. Da ist die Niederlage schon enttäuschend.“ Beide Seiten boten ein packendes Spiel das eigentlich keinen Sieger verdient gehabt hätte. Doch während bei Inter Starstürmer wie Giampaolo Pazzini oder Diego Millito verletzungsbedingt passen mussten, hatten die Bayern mit Thomas Kraft und Mario Gomez Spieler auf dem Platz, die das Spiel letztendlich entschieden haben.Das Phänomen im Namen Mario. Wieso ist Mario Gomez plötzlich so verdammt gut ? Nach ausgiebiger Recherche offenbarten sich verblüffende Erkenntnisse: Grund für den Erfolg ist der Name Mario.

These 1: Die Bedeutung des Namens

Mario kommt aus dem Lateinischen und hat die Bedeutung ,,Der einsame Kämpfer.“ Bereits aus der Deutung des Namens kann man entnehmen, dass Gomez schicksalsbedingt Stürmer werden musste. Knipser wie er müssen egoistische Einzelgänger sein, um so den bestmöglichen Ertrag aus den Torchancen zu erzielen.
Der einsame Kämpfer lässt sich aber auch anders interpretieren. In seiner Anfangszeit bei den Bayern wurde Mario Gomez im Offensivspiel seiner Mannschaft fast gänzlich gemieden, da man als FC Robbery nur zwei Spieler hatte denen man wirklich den Abschluss zutraut. Der arme Gomez wurde also vollkommen allein gelassen und hätte nur ins Spiel eingreifen können, wenn er aktiv gegen den Ball gearbeitet hätte. Doch in der aktuellen Spielzeit schlagen Bayerns Stars Ribery und Robben immer wieder scharfe und gefährliche Flanken in den Strafraum, welche Gomez durch seine gute Antizipation und sein gutes Raumspiel immer wieder in Tore ummünzen kann.

These 2: Eine Videospielikone wird 25

Im Jahre 1985 eroberte der dicke Klempner Mario die große Videospielbühne. Heutzutage ist Mario eines der wichtigsten Zugpferde für Nintendo. Momentan ist auch Gomez einer der bedeutendsten Erfolgsgaranten für den FC Bayern. Genau wie die Videospielikone zeichnet sich Gomez durch seine unglaubliche Quote aus. In seinen bislang 31 Saisonspielen erzielte er für seinen Verein wettbewerbsübergreifend 28 Tore. Eine entsprechende Quote kann auch der Videospielgodfather Mario mit seinen Verkäufen verbuchen. Nintendo verkaufte mit seinen sämtlichen Mario Franchiseablegern ca. 260 Millionen Einheiten (Mario Kart und Dr. Mario nicht berücksichtigt).

Weitere Parallelen erkennt man, wenn man Aussehen, Charakter, Geburtsdaten und Spielverhalten der beiden Akteure vergleicht.Mario trägt mit seinen 25 Jahren einen roten Ganzkörperanzug und eine blaue Latzhose. Komplettiert wird sein spektakuläres Outfit von einem roten Hut, welcher eigens von seinem Fashion Designer entworfen wurde. Ihm gegenüber steht der 25 Jährige Mario Gomez in seinem roten Bayern Trikot. Während seiner gesamten Profikarriere (VFB Stuttgart – FC Bayern) trägt Gomez die rote Vereinsfarbe mit stolz.

Aufgrund seines unsportlichen Aussehens und seiner Naivität beim abermaligen Retten seiner Prinzessin musste Mario viel Kritik über sich ergehen lassen. Neben seinem etwas eigenwilligen Charakter, stach vor allem seine Hüftsteifheit und Behäbigkeit hervor. Diese Hüftsteifheit und Behäbigkeit wird auch dem Fußballer Mario Gomez vorgeworfen, der weder polyvalent einsetzbar ist noch die nötige Spritzigkeit besitzt, um sich gegen die Abwehrspieler durchzusetzen. Beiden wird vorgeworfen, dass sie sich zu langsam der jeweiligen Spielsituation anpassen. Mario wirkt in seinen Spielen durch die Angst um seine Prinzessin sehr gehemmt. Ähnlich gehemmt war auch Mario Gomez wegen seines spektakulären Marktwertes von 30 Millionen €, seinem Ruf als teuerster Bundesligatransfer und seiner Torflaute während der EM 2008 in der aus 5 Metern das Tor verfehlte. Beide Helden litten also an ihren jeweiligen Traumata und an der daraus resultierenden harschen Kritik, die erst ab einem gewissen Zeitpunkt verflog.

Das Verfliegen dieser Hemmung ist bei Mario Gomez erstaunlicher Weise eng mit dem Geburtstag des Videospielhelden verknüpft. Im September feiert Super Mario seinen Geburtstag. Im September 2010 entwickelt sich interessanterweise bei Gomez schärfsten Konkurrenten Miroslav Klose eine Torflaute, die im darauffolgenden Monat in einer schweren Verletzung gipfelte. Ab diesem Zeitpunkt musste der Trainer Louis Van Gaal auf seinen aussortierten Stürmer Mario Gomez setzen , dessen Karriere bei den Bayern endlich richtig begann.

Aufgrund dieser erschreckender Parallelen ist es also unmöglich zu behaupten, dass diese beiden Schicksale nicht miteinander verbunden sind.

Herzlich Willkommen im Abstiegskampf!

Diese Tatsache müsste bei allen Verantwortlichen von Werder Bremen angekommen sein. Mit aktuell 24 Punkten findet sich Bremen auf dem 14. Tabellenplatz wieder und hat nur noch einen Punkt Abstand zum Relegationsplatz. Noch erschreckender für die einstige Torfabrik der Liga dürfte nur der Blick auf die Tordifferenz (-20) sein. Nach einem weiteren desolaten Auftritt der Werderaner gegen den HSV, welcher eher einer Resignation glich, als einem sich Aufbäumen gegen die andauernde Talfahrt, sollte man sich an der Weser mal fragen, ob eine solche Verstümmelung, die Bremen als Fußball bezeichnet noch tragbar ist. Wenn man ein Derby, das immer besondere Leidenschaft erwecken sollte dermaßen verschläft, gerät der seit 11 Jahren bei Werder tätige Trainer Thomas Schaaf natürlich in die Kritik.

Kann der Mann seine Spieler überhaupt noch erreichen ?

,,Wenn Spieler immer wieder diese Fehler machen, dann darf man mal die Frage stellen, ob sie es überhaupt noch können“, tobte Kapitän Torsten Frings nach der Klatsche gegen den HSV. Damit spielt er wohl auf den sonst so zuverlässigen Per Mertesacker an, der extrem verunsichert wirkt, das Aushängeschild der Bremer Negativspirale ist und dem Gegner durch furchtbare Ballannahme oder Stockfehler zahlreiche Tormöglichkeiten eröffnet. Selbstverständlich lässt sich Bremens Vorstandsvorsitzender Klaus Allofs nicht lumpen und räumt jegliche Kritik an Spieler oder Trainer aus dem Weg.
Wieso sollte man auch die offensichtlichen Probleme erkennen und selbst Fehler einräumen ? Nach dem 0:4 Debakel beim Nord-Rivalen aus Hamburg erklärte der Vorstandsvorsitzende Allofs:,,Der Trainer hat von der Geschäftsführung volle Rückendeckung. Auch ich spüre die Rückendeckung. Da gibt es keine Ungereimtheiten.“ Bei einem so sicheren Arbeitsplatz besteht wohl kaum der Bedarf nach Hilfe zur Selbsthilfe.

verkorkste Transferpolitik

Aber vielleicht liegen die Probleme auch weniger bei Schaaf und seinen Spielern, sondern viel eher bei der miserablen Transferpolitik, der kaum zu findenden Jugendförderung oder dem falschen Reinvestieren von Kapital, welches lieber ins Weserstadion gepumpt wird, als in den sportlichen Erfolg, um auch in Zukunft gegenüber der anderen Bundesligaspitzenklubs konkurrenzfähig zu bleiben. Deshalb stellt sich eine weitere Frage: Hätte sich Klaus Allofs nicht lieber weiterhin als sportlicher Leiter engagieren sollen, um seine Stärken das Scouting von talentierten jungen Spielern besser umsetzen zu können ?

Fakt ist das Werder Bremen in der Vergangenheit in Sachen Transferpolitik immer ein goldenes Näschen hatte. Vor allem auf der wichtigen Spielmacherposition war Bremen mit Spielern wie Andreas Herzog, Johan Micoud, Diego oder auch Mesut Özil immer glänzend besetzt. Doch nun wird krampfhaft versucht die altbewährte Werderraute mit der 10, also der Spielmacherposition mit Spielern wie Aaron Hunt, dem eindeutig die nötige Qualität fehlt diese Position auszufüllen oder Marko Marin, der sich einfach viel wohler auf dem Flügel fühlt, aufrecht zu erhalten. Das Fehlen der 10er Position wäre kein Problem, wenn man variable taktische Möglichkeiten oder die Özil und Almeida Millionen in adäquaten Ersatz investiert hätte. In der Theorie ist das eigentlich ein leichtes Unterfangen, aber in der Praxis scheinbar deutlich schwieriger als zu erwarten .

Anstatt also eine Werder typische gute Transferpolitik zu betreiben wird die bereits überalterte Stammelf von Fußballgroßvätern wie Torsten Frings oder Claudio Pizarro sogar noch um einen weiteren Bingospieler namens Mikaël Silvestre erweitert. Spieler die den Verein ablösefrei verlassen durften wie Tim Borowski werden zurückgekauft, obwohl sie weder ins Konzept passen noch eine Perspektive besitzen. Außerdem bemüht man sich den Kollektivgedanken, den Bremen seit einiger Zeit verkörpert zu zerstören, indem man einen mit Starallüren behafteten Charakter, wie Marko Arnautovic, in die Mannschaft integriert, der ein bisschen so wirkt wie der Wolf im Schafspelz und Schaafs kleine Schäfchen aufschreckt.

Foto: robinrimbaud

Raúl lässt Schalke hoffen – Arsenal überrascht FC Barcelona

Das Viertelfinale ruft
FC Valencia – FC Schalke 04 (1:1)

Er ist der neue Star im sozialen Netzwerk Facebook. Trainer Felix Magath vom FC Schalke 04. Kommunikation ist ab jetzt für Magath oberstes Gebot, was er durch den engen Kontakt mit den Schalke-Fans über die Internetplattform Facebook neuerdings zelebriert. “Wir sehen uns morgen in der Arena! Unterstützt bitte die Mannschaft. Ich freu mich aufs Spiel!” Auch ein Felix Magath kann anscheinend noch dazulernen. Er schwört die Schalker Fangemeinde auf die bevorstehenden Spiele ein und kommuniziert mehr mit den Fans.
Der Erfolg kommt nun auch nach und nach, doch im kommenden Spieljahr wird man wohl, wegen des großen Rückstands zur Bundesligaspitze, nicht International spielen. Es sei denn sie qualifizieren sich durch einen Gewinn des DFB-Pokals für die Champions League. Und so versuchen sie durch weitere Einnahmen in der Champions League die finanziellen Einbrüche im Sommer auszugleichen.

Soldado mit Führungstreffer – Raúl eiskalt

Den ersten Schritt haben die Gelsenkirchener am Dienstag dafür getan und haben nun gute Chancen, durch das verdiente Remis in Valencia (1:1), sich im Rückspiel das Ticket fürs Viertelfinale zu sichern. Schon in der neunten Spielminute hätten die Königsblauen mit 1:0 in Führung gehen müssen. Huntelaar schlug freistehend aus fünf Metern über den Ball. Damit bewies der zuletzt schwächende holländische Nationalspieler erneut, dass er nach wie vor in einem Formtief steckt. In der 17. Minute stellten sich die Spanier hingegen besser an und so nutzte Soldado die erste Chance für die Gastgeber zum 1:0. Bis zur Pause war das Team von Valencia-Coach Uni Emery das aktivere und versuchte mit guten offensiv Aktionen nachzulegen und auf 2:0 zu erhöhen. Doch die Schalker retteten sich mit dem 1:0 Rückstand in die Pause.

Nach der Pause gelang dem Team um Kapitän Manuel Neuer mehr und sie markierten durch das 71. Europapokaltor von Raúl González Blanco den Ausgleichstreffer in Minute 64. Raúl ist immer noch ein Schlitzohr und abgebrühter Stürmer vor dem Tor, der nun Rekordtorschütze im Europapokal ist. Mit einer guten Defensivarbeit und ein wenig Glück gelang es Magaths Elf einen Punkt aus dem Mestalla zu entführen. Unschöner Schlusspunkt: Schmitz sah in der 94. die Gelb-Rote Karte und fehlt somit im Rückspiel. Die Chancen für ein weiterkommen sind da, die Gelsenkirchener haben es jetzt in eigener Hand.

Raúl beliebt wie eh und je

Doch auch nach dem Spiel drehte sich alles um Superstar und Fan-Liebling Raúl. Erst um ein Uhr in der Früh konnte er nach unzähligen Interviews mit der spanischen Presse zu seinen Teamkollegen ins Mannschaftshotel aufbrechen. Er war der gefeierte Mann bei den Schalkern und der spanischen Presse. Unter der Woche, nach dem Unentschieden beim FC Valencia hielt Felix Magath die Schalker Fans mit Berichten, wie die der Verletzung von Christian Pander, via Facebook, auf dem laufenden. Eine neu gewonnene Kommunikativität macht sich in Gelsenkirchen breit, welche viele Fans durch das Klicken des “Gefällt mir” Buttons unter dem Beitrag unterstützen.

Marca:
“Raúl spielte wieder einmal in Spanien, er wurde wieder einmal von den Fans der gegnerischen Mannschaft ausgepfiffen, und er schoss wieder einmal ein Tor im Mestalla-Stadion. Der Wechsel in die Bundesliga hat seinen Charakter nicht geändert.”

El Mundo:
“Raúl trug zwar ein blaues Trikot, aber er war ein so eiskalter Vollstrecker wie damals, als er noch im weißen Hemd von Real Madrid gespielt hatte.”

Superdeporte:
“Du schon wieder! Ein Tor von Raúl tötete den FC Valencia. Valencia lässt Schalke am Leben.”

Späte Tore schocken “Barca”
FC Arsenal London – FC Barcelona (2:1)

“Wir sind besser als letztes Jahr”, äußerte sich Gunners Coach Arsens Wenger vor der Partie auf die Frage eines Journalisten, ob man denn dieses Jahr den FC Barcelona schlagen könne. Vor dem Spiel waren alle Fußballfans in Europa und der Welt elektrisiert, voller Vorfreude und Euphorie auf das Topspiel zwischen dem FC Arsenal London und dem wohl momentan besten Fußballklub der Welt, dem FC Barcelona. Im Emirates Stadium stehen sich die wohl technisch stärksten Teams gegenüber.

Rein ins ausverkaufte Emirates Stadium: Die Londoner begannen äußerst aktiv und van Persie hatte mit seiner Großchance die Führung auf dem Fuß. Sein Versuch den Führungstreffer zu erzielen wirkte jedoch wie ein Weckruf für die Katalanen. Sie zogen das Tempo an und in Minute 26 wurden sie mit der Führung belohnt. Weltfußballer Lionel Messi zeigte mit seinem feinen Zuspiel auf Villa, der dieses mit einem flachen Schuss durch die Hosenträger von Keeper Szczesny ins linke untere Eck verwertete, warum er so wichtig für den FC Barcelona ist. Doch schon zuvor hatte Messi das 1:0 auf dem Fuß gehabt, der Schuss ging jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei. 2:0 hätte es in der 38. Minute stehen müssen, als Messi den abgefälschten Schuss von Villa ins Tor köpfte. Doch der Unparteiische Nicola Rizzoli entschied hingehen auf Abseits – Fehlentscheidung. Pausenstand 0:1.

Nach dem Seitenwechsel ließen die Spanier den Ball gekonnt durch die eigenen Reihen laufen, was nett anzuschauen war, jedoch ohne Torerfolg blieb. Dies sollte sich in der 78. Minute rächen, als van Persie Victor Valdes auf dem falschen Fuß erwischte und aus spitzem Winkel den Ball zum 1:1 in die Maschen drosch. Das anspruchsvolle Londoner Publikum wachte durch den Ausgleich auf und stand wieder voll hinter ihrem Team.
Das Team um Weltmeister Cesc Fabregas witterte nun noch einmal die Chance die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. Fabregas selber leitete dann mit einem exzellenten Pass aus der eigenen Hälfte auf Samir Nasri den Konter ein. Nasri stoppte ab und sah, dass im Rückraum Arshavin ungedeckt freistand. Der Russe vollendete den mustergültigen Konter zum 2:1 Endstand.

“Wir können im Camp Nou bestehen”

Auch nach dem Schlusspfiff stellte erneut ein Journalist Arsene Wenger die Frage ob denn Arsenal London in drei Wochen, im Gegensatz zum vergangenen Jahr, wo sie sich eine 4:1 Packung abholten, im Camp Nou vor knapp 100.000 Zuschauern bestehen könne. Wieder antwortete er:” Wir sind ein besseres Team als letztes Jahr, wir sind reifer.”
Mal sehen ob er recht behält und sie sich in drei Wochen für das Viertelfinale der Champions League qualifizieren.

Foto: Kieran Lynam

DFB startet mit Unentschieden ins EM-Quali-Jahr

Prestige-Duell endet 1:1 – Deutsche Elf seit 16 Jahren ohne Sieg gegen Squadra Azzurra

Es sollte ein erfolgreicher Start mit einem Sieg ins Kalenderjahr 2011 für den DFB werden, jedoch machte Italiens Giuseppe Rossi Joachim Löw einen Strich durch die Rechnung. Nach dem über mehrere Stationen fein herausgespieltem Führungstreffer in der 16. Spielminute, durch Miroslav Klose, kamen die Erinnerungen der Weltmeisterschaft im Vorjahr hoch und man hatte dieses Gefühl und die Hoffnung, die Nationalelf könne mit ihrem gewohnt flotten, erfrischenden und effektiven Kurzpassspiel, die in letzter Zeit mehr und mehr verjüngte Squadra Azzurra ausschalten. Wer einer von den rund 60.000 Zuschauern war, oder das Spiel am Mittwoch Abend im Ersten verfolgt hat, weiß, dass es ein Spiel mit Licht und Schatten von Jogi´s Jungs war.

Zu Beginn der Partie ließen sie teils ihr gewohnt passfreudiges Spiel aufblitzen und vollendeten einen Spielzug der zum 1:0 führte. Der viermalige Weltmeister unterband jedoch mit seinem frühen und aggressiven Zweikampfverhalten die Angriffsversuche der Deutschen und brachten sie des öfteren mit ihren Offensivaktionen durch den von Real Madrid aussortierten Antonio Cassano in die Bedroullie. Und so war es auch nicht unverdient, dass das Team von Trainer Cesare Prandelli durch Giuseppe Rossi in der 80. Minute den Ausgleich schoss. Die Hoffnung der Signal-Iduna-Park wird eine Sieggarantie geben und man wird locker und leicht drei Punkte einfahren, wie es der BVB im zwei Wochen Rhythmus in der Bundesliga tut, bestätigte sich daher leider nicht.

Seit nun mehr 16 Jahren wartet die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft auf einen Sieg gegen den Weltmeister von 2006. Erst im kommenden Jahr bei der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine hat die Deutsche Elf, wenn sie auf Italien treffen sollten, erneut die Möglichkeit die schwarze Serie zu beenden. Doch dieses erste Freundschaftspiel wird nicht das letzte von hochkarätigem Charakter in diesem Jahr bleiben. So trifft der dreimalige Weltmeister unter der Regie von Joachim Löw unter anderem auf Uruguay und die Ballkünstler vom Zuckerhut. Auch in der bisher sehr erfolgreichen WM-Qualifikation wird sich die deutsche Mannschaft interessante Duelle mit unserem österreichischem Nachbarn und der Türkei liefern.

Wie heißt es so schön: Nach der WM ist vor der EM!

DFB Länderspieltermine 2011:

Datum Paarung Ort
26.03.2011 EMQ: Deutschland – Kasachstan Kaiserslautern
29.03.2011 FSP: Deutschland – Australien Mönchengladbach
29.05.2011 FSP: Deutschland – Uruguay Sinsheim
03.06.2011 EMQ: Österreich – Deutschland Wien
07.06.2011 EMQ: Aserbaidschan – Deutschland Baku
10.08.2011 FSP: Deutschland – Brasilien Stuttgart
02.09.2011 EMQ: Deutschland – Österreich Gelsenkirchen
06.09.2011 FSP: Polen – Deutschland Warschau
07.10.2011 EMQ: Türkei – Deutschland Istanbul
11.10.2011 EMQ: Deutschland – Belgien Düsseldorf

EMQ = EM-Qualifikation
FSP  = Freundschaftsspiel

Foto: flickr / Dave Morris

Der Galaktische – Mesut Özil überall in den Sport-News

Dieser Tage ist Mesut Özil aus den Sport-News dieser Welt einfach nicht mehr wegzudenken. Die spanischen Medien lassen sich wöchentlich neue Superlative für den Deutsch-Türken einfallen, der seine erste Spielzeit bei Real absolviert.

“Özils Glanz erleuchtet Real”

“Özil der Magier”

“Özil, die Kanone von Mourinho”

Das sind nur einige der Lobeshymnen derzeit auf den Mittelfeldregisseur singen, der im Sommer für 18 Mio. von Werder Bremen nach Madrid kam. Wir geben es zu: Für uns kommt diese fantastische Entwicklung überraschend. Wir – und viele von euch bestimmt auch – waren vor der Saison skeptisch, ob dieser Schritt nicht zu früh für Özil kommt. Zwar hatte der damals 21-Jährige bei Werder Bremen bereits Spiele auf großartigem Niveau gezeigt – dass er den Sprung in die Weltspitze jedoch so souverän meistert, hätte wohl kaum jemand erwartet. Gerade bei Real Madrid ist der Druck auf die Spieler so hoch, wie kaum bei einem anderen Club auf der Welt. Die Medien und die Fans verlangen Sieg um Sieg und dabei muss auch noch höchstattraktiv gespielt werden. Mit diesem Druck scheint Özil aber offenbar sehr gut zurecht zu kommen.

Özils Erfolgsrezept: Leichtigkeit uns seine neue Konstanz

Doch was macht Özil so erfolgreich? Man hat den Eindruck, dass Özil äußere Einflüsse einfach ausblendet und völlig unbedarft seinen Stiefel runterspielt. Er lässt sich von seinem Spielstil nicht abbringen oder in diesem beschneiden, im Gegenteil: Er ist seit seiner Bremer Zeit konstanter geworden, versteckt sich nicht mehr so oft auf dem Spielfeld, wie ihm oft vorgeworfen wurde. Die spanischen Gazetten behaupten gar, Mesut Özil sei seit mehreren Spielen der beste Spieler bei Real Madrid. Was für ein Lob bei diesem mit Superstars gespickten Team.

Und der andere Deutsche?

Sami Khedira, der wie Özil im Sommer zu Real wechselte, hat einen schwereren Stand bei den Königlichen. Wurde anfangs auch ehr mit großem Lob bedacht, gab es kurz später einen Knick. Khedira, so hat man den Eindruck, wird von Mourinho geschätzt, kann sich im Mittelfeld jedoch nicht so recht etablieren. Er hat mit Diarra einen starken Konkurrenten, der kürzlich immer öfter den Vorzug bekam. Allerdings zeigt auch bei Khedira die Kurve nach oben. Er war es, der im letzten Pokalspiel einen Zuckerpass auf Özil spielte, welcher dann den entscheidenen Treffer erzielte.

Wir glauben, dass auch Sami Khedira sich mittelfristig im Team etablieren und eine große Zukunft bei Real Madrid haben wird.

BVB Transfer News: Hajnal nach Stuttgart

Kurz vor Schluss der Wintertransferperiode ergab für den VfB Stuttgart noch ein Neuzugang. Mit sofortiger Wirkung wird Tamas Hajnal vom Ligakonkurrenten Borussia Dortmund ausgeliehen. Das Leihgeschäft sieht vor, dass Hajnal dauerhaft von Stuttgart verpflichtet werden soll, wenn der VfB die Klasse hält.

Im Jahr 2008 vom Karlsruher SC zu Dortmund gewechselt, soll der dribbelstarke Mittelfeldspieler aus Ungarn bei Stuttgart nun für die nötige Kreativität im Mittelfeld der Schwaben sorgen.