Das Viertelfinale ruft
FC Valencia – FC Schalke 04 (1:1)
Er ist der neue Star im sozialen Netzwerk Facebook. Trainer Felix Magath vom FC Schalke 04. Kommunikation ist ab jetzt für Magath oberstes Gebot, was er durch den engen Kontakt mit den Schalke-Fans über die Internetplattform Facebook neuerdings zelebriert. “Wir sehen uns morgen in der Arena! Unterstützt bitte die Mannschaft. Ich freu mich aufs Spiel!” Auch ein Felix Magath kann anscheinend noch dazulernen. Er schwört die Schalker Fangemeinde auf die bevorstehenden Spiele ein und kommuniziert mehr mit den Fans.
Der Erfolg kommt nun auch nach und nach, doch im kommenden Spieljahr wird man wohl, wegen des großen Rückstands zur Bundesligaspitze, nicht International spielen. Es sei denn sie qualifizieren sich durch einen Gewinn des DFB-Pokals für die Champions League. Und so versuchen sie durch weitere Einnahmen in der Champions League die finanziellen Einbrüche im Sommer auszugleichen.
Soldado mit Führungstreffer – Raúl eiskalt
Den ersten Schritt haben die Gelsenkirchener am Dienstag dafür getan und haben nun gute Chancen, durch das verdiente Remis in Valencia (1:1), sich im Rückspiel das Ticket fürs Viertelfinale zu sichern. Schon in der neunten Spielminute hätten die Königsblauen mit 1:0 in Führung gehen müssen. Huntelaar schlug freistehend aus fünf Metern über den Ball. Damit bewies der zuletzt schwächende holländische Nationalspieler erneut, dass er nach wie vor in einem Formtief steckt. In der 17. Minute stellten sich die Spanier hingegen besser an und so nutzte Soldado die erste Chance für die Gastgeber zum 1:0. Bis zur Pause war das Team von Valencia-Coach Uni Emery das aktivere und versuchte mit guten offensiv Aktionen nachzulegen und auf 2:0 zu erhöhen. Doch die Schalker retteten sich mit dem 1:0 Rückstand in die Pause.
Nach der Pause gelang dem Team um Kapitän Manuel Neuer mehr und sie markierten durch das 71. Europapokaltor von Raúl González Blanco den Ausgleichstreffer in Minute 64. Raúl ist immer noch ein Schlitzohr und abgebrühter Stürmer vor dem Tor, der nun Rekordtorschütze im Europapokal ist. Mit einer guten Defensivarbeit und ein wenig Glück gelang es Magaths Elf einen Punkt aus dem Mestalla zu entführen. Unschöner Schlusspunkt: Schmitz sah in der 94. die Gelb-Rote Karte und fehlt somit im Rückspiel. Die Chancen für ein weiterkommen sind da, die Gelsenkirchener haben es jetzt in eigener Hand.
Raúl beliebt wie eh und je
Doch auch nach dem Spiel drehte sich alles um Superstar und Fan-Liebling Raúl. Erst um ein Uhr in der Früh konnte er nach unzähligen Interviews mit der spanischen Presse zu seinen Teamkollegen ins Mannschaftshotel aufbrechen. Er war der gefeierte Mann bei den Schalkern und der spanischen Presse. Unter der Woche, nach dem Unentschieden beim FC Valencia hielt Felix Magath die Schalker Fans mit Berichten, wie die der Verletzung von Christian Pander, via Facebook, auf dem laufenden. Eine neu gewonnene Kommunikativität macht sich in Gelsenkirchen breit, welche viele Fans durch das Klicken des “Gefällt mir” Buttons unter dem Beitrag unterstützen.
Marca:
“Raúl spielte wieder einmal in Spanien, er wurde wieder einmal von den Fans der gegnerischen Mannschaft ausgepfiffen, und er schoss wieder einmal ein Tor im Mestalla-Stadion. Der Wechsel in die Bundesliga hat seinen Charakter nicht geändert.”
El Mundo:
“Raúl trug zwar ein blaues Trikot, aber er war ein so eiskalter Vollstrecker wie damals, als er noch im weißen Hemd von Real Madrid gespielt hatte.”
Superdeporte:
“Du schon wieder! Ein Tor von Raúl tötete den FC Valencia. Valencia lässt Schalke am Leben.”
Späte Tore schocken “Barca”
FC Arsenal London – FC Barcelona (2:1)
“Wir sind besser als letztes Jahr”, äußerte sich Gunners Coach Arsens Wenger vor der Partie auf die Frage eines Journalisten, ob man denn dieses Jahr den FC Barcelona schlagen könne. Vor dem Spiel waren alle Fußballfans in Europa und der Welt elektrisiert, voller Vorfreude und Euphorie auf das Topspiel zwischen dem FC Arsenal London und dem wohl momentan besten Fußballklub der Welt, dem FC Barcelona. Im Emirates Stadium stehen sich die wohl technisch stärksten Teams gegenüber.
Rein ins ausverkaufte Emirates Stadium: Die Londoner begannen äußerst aktiv und van Persie hatte mit seiner Großchance die Führung auf dem Fuß. Sein Versuch den Führungstreffer zu erzielen wirkte jedoch wie ein Weckruf für die Katalanen. Sie zogen das Tempo an und in Minute 26 wurden sie mit der Führung belohnt. Weltfußballer Lionel Messi zeigte mit seinem feinen Zuspiel auf Villa, der dieses mit einem flachen Schuss durch die Hosenträger von Keeper Szczesny ins linke untere Eck verwertete, warum er so wichtig für den FC Barcelona ist. Doch schon zuvor hatte Messi das 1:0 auf dem Fuß gehabt, der Schuss ging jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei. 2:0 hätte es in der 38. Minute stehen müssen, als Messi den abgefälschten Schuss von Villa ins Tor köpfte. Doch der Unparteiische Nicola Rizzoli entschied hingehen auf Abseits – Fehlentscheidung. Pausenstand 0:1.
Nach dem Seitenwechsel ließen die Spanier den Ball gekonnt durch die eigenen Reihen laufen, was nett anzuschauen war, jedoch ohne Torerfolg blieb. Dies sollte sich in der 78. Minute rächen, als van Persie Victor Valdes auf dem falschen Fuß erwischte und aus spitzem Winkel den Ball zum 1:1 in die Maschen drosch. Das anspruchsvolle Londoner Publikum wachte durch den Ausgleich auf und stand wieder voll hinter ihrem Team.
Das Team um Weltmeister Cesc Fabregas witterte nun noch einmal die Chance die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. Fabregas selber leitete dann mit einem exzellenten Pass aus der eigenen Hälfte auf Samir Nasri den Konter ein. Nasri stoppte ab und sah, dass im Rückraum Arshavin ungedeckt freistand. Der Russe vollendete den mustergültigen Konter zum 2:1 Endstand.
“Wir können im Camp Nou bestehen”
Auch nach dem Schlusspfiff stellte erneut ein Journalist Arsene Wenger die Frage ob denn Arsenal London in drei Wochen, im Gegensatz zum vergangenen Jahr, wo sie sich eine 4:1 Packung abholten, im Camp Nou vor knapp 100.000 Zuschauern bestehen könne. Wieder antwortete er:” Wir sind ein besseres Team als letztes Jahr, wir sind reifer.”
Mal sehen ob er recht behält und sie sich in drei Wochen für das Viertelfinale der Champions League qualifizieren.
Foto: Kieran Lynam